Betrug

Ein unterschätzter Risikofaktor im Unternehmen

Betrugsdelikte sind längst keine Seltenheit mehr in deutschen und internationalen Unternehmen. Heutzutage sind Unternehmen global vernetzt und infolgedessen wachsen auch die Lieferanten-, Kunden- und Partnernetze. Die steigende Komplexität der Unternehmen, macht es schwieriger den Überblick und die Kontrolle über Lieferanten, Kunden und Partner zu behalten. Somit werden Betrugsfälle zunächst nicht erkannt, unterschätzt oder gar verdrängt. Insbesondere in Lieferketten gibt es immer wieder böse Überraschungen, die gravierende Schäden anrichten können. Zum einen im Bereich des Einkaufs von Waren und Dienstleistungen und zum anderen verschlechtern Sie dadurch die Wettbewerberposition des Unternehmens. Ein weiterer Faktor, der zum Anstieg der Betrugsfälle führt, ist die Veränderung bei der personellen Betreuung weltweiter Lieferketten durch den Einsatz von externen Mitarbeitern.

Was ist Betrug?

Betrug ist die gezielte Täuschung durch Vorspiegelung und Unterdrückung von Tatsachen, welche
letztendlich zum gezielten Vermögens- oder materiellen Schaden der Firma führen kann.

Im Bereich Wirtschaftskriminalität können Betrugsstrafen in verschiedenen Formen auftreten:

  • Abrechnungs- und Spesenbetrug
  • Warenbetrug
  • Krankschreibungsbetrug
  • Anstellungsbetrug
  • Computerbetrug
  • Abrechnungs- und Spesenbetrug

Unsere langjährige Erfahrung hat gezeigt, dass die Aufrichtigkeit vieler Außendienstmitarbeiter oft im Laufe der Jahre abnimmt und das in sie gesetzte Vertrauen missbraucht wird. Grund hierfür ist, dass Außendienstmitarbeiter in ihrer Vorgehensweise oft schwer kontrollierbar sind. So werden zusätzliche Stunden und Reisekosten erfunden und durch gefälschte Belege unterstützt.

Liegen Beweise für einen Abrechnungs- und Spesenbetrug vor, ist der Arbeitgeber berechtigt fristlos zu kündigen.

Hinweise auf möglichen Abrechnungs- und Spesenbetrug:

  • Unstimmige Hotel- und Restaurantbelege
  • Überhöhte oder gefälschte Spesenabrechnungen
  • Abrechnungen stimmen nicht mit geleisteten Arbeitsstunden überein
  • Kilometerangaben stimmen nicht mit den tatsächlichen Arbeitswegen überein
  • Erfundene Kundentermine
  • Verdacht, dass Firmenwagen privat oder für andere Tätigkeiten genutzt werden
  • Warenbetrug

Warenbetrug tritt insbesondere in der Industrie auf. Hierbei entwickeln die Täter oft einfallsreiche und kreative Strategien, um den Arbeitgeber gezielt zu täuschen.

Beim Warenbetrug wird zwischen drei verschiedene Arten unterschieden:

  1. Betrügerische Erlangung von Bezahlung oder Anzahlung (Vorschuss) für nicht gelieferte Waren oder nicht ausgeführte Werkleistungen
  2. Betrügerische Erlangung von Bezahlung für minderwertige (auch gefälschte) Waren oder minderwertige Werkleistungen
  3. Einsponbetrug (bandenmäßig ausgeführt) Warenbetrug Mitglieder einer Bande übernehmen Rolle des Verkäufers, Vermittlers und Käufers

Anzeichen für einen möglichen Warenbetrug

  • Zahlen stimmen nicht überein
  • Lücken im Computersystem
  • Krankschreibungsbetrug

Immer wieder kommt es vor, dass Mitarbeiter die Ihnen im Krankheitsfall zugesagte Lohnfortzahlung in Form eines betrügerischen Verhaltens ausnutzen. Der Missbrauch einer Krankschreibung stellt eine strafbare Handlung dar und kann unter bestimmten Voraussetzungen eine außerordentliche Kündigung herbeiführen.

Anzeichen für einen möglichen Lohnfortzahlungsbetrug:

  • geht während Krankschreibung einer unerlaubter Nebentätigkeit nach
  • arbeitet für Konkurrenzbetrieb
  • tritt mit eigenem Gewerbe in den Wettbewerb
  • unerlaubter Reiseantritt
  • Anstellungsbetrug

Ein Anstellungsbetrug liegt vor, wenn sich eine Person durch Vorspielen falscher Qualifikationen einen Arbeitsvertrag abschließt, den sein Vertragspartner bei Kenntnis der wahren Qualifikationen nicht abgeschlossen hätte.

Anzeichen für einen möglichen Anstellungsbetrug

  • Vorgetäuschte Qualifikationen die nicht vorhanden sind
  • Verfälschen der Schlussnote im Arbeitszeugnis
  • Verfälschte Urkunde
  • Computerbetrug und Cyberangriffe

Computerbetrug hat in den letzten Jahren dramatisch zugenommen. Durch unzureichend geschützte Netzwerke, können Konkurrenten, Banden oder auch externe Personen an sensible Unternehmensdaten geraten. Durch Ausspähung , Abfangen , Veränderung von Daten und Fälschung beweiserheblicher Daten, kommt es zur Vermögensschädigung mit Bereicherungsabsicht, Beeinflussung des Ergebnisses eines Datenverarbeitungsvorgangs, unrichtigen Gestaltung des Programms durch Verwendung unrichtiger und unvollständiger Daten oder unbefugten Einwirkung auf den Ablauf. Allerdings kann man die Quelle des Hackers oft schwer ermitteln – aber auch Täter machen Fehler und hier setzen wir ein!

Anzeichen für möglichen Computerbetrug und Cyberangriff:

  • Unbekannter Benutzer ist im System eingeloggt
  • Es laufen seltsame Prozesse auf dem System, die viele Systemressourcen benötigen
  • Die Rechner sind von einem Schadprogramm befallen
  • Jemand versucht von außerhalb etwa durch Portscanning in das Programm einzudringen
  • In kurzer Zeit erreichen viele Datenpakete das System

Sie haben den Verdacht, dass in Ihrer Firma ein Fall von Betrug vorliegt? Durch Ermittlungen, Observationen und Einschleusungen verdeckter Ermittler sichern wir Beweise zielorientiert. Hier erhalten Sie einen Einblick in unser Leistungsangebot.

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